Frech und sexy – Design zum Kaufen und Mitnehmen

Ungarns Mode- und Designwelt erlebt wieder eine Blütezeit: In den letzten Jahren haben zahlreiche junge, kreative Köpfe ihre eigenen Labels gegründet. Showrooms und Concept Stores sind in der ganzen Stadt wie Pilze aus dem Boden geschossen. Hier sind einige der wichtigsten Namen und Brands, nach denen Sie während Ihres Budapest-Besuchs Ausschau halten sollten!

Sie sind voll auf dem Fashion-Trip? Sofern Sie dabei zu der wagemutigeren Fraktion zählen, sollten Sie dem Showroom R9 (1092 Budapest, Ráday utca 9) einen Besuch abstatten. Dieses Studio stellt die Arbeiten der Designer Dóra Abodi und Dóra Mojzes aus. Die Entwürfe von Dóra Mojzes passen perfekt zu einer eher ausgefallen-rockigen Garderobe mit einer gewissen Raffinesse. Dóra Abodis‘ Stil wird all jenen zusagen, die nicht denken, dass weniger mehr ist. Leder, Federn, Edelsteine und metallische Stoffe finden in ihren Kleidern zusammen – und das nicht nur irgendwie: Alles harmoniert perfekt! Wer eher auf Schwarze Romantik steht, sollte mal einen Blick in den Showroom von Nóra Sármán werfen (1024 Budapest, Keleti Károly utca 11). Sie werden ihre aufwändig mit Spitze besetzten Kleider lieben, die an gewissen Stellen durchaus freizügige Einblicke gewähren. Konservativere Geschmäcker werden im USE Unused (1052 Budapest, Szervita tér 5) bedient: Hier setzt man auf schlichte Eleganz, maßgeschneidert von Designerhand.

Sportlich und zugleich verspielt sind die Kleider von Nanushka (1052 Budapest, Deák Ferenc utca 17). Schon das winzig kleine Geschäft an sich ist eine Sehenswürdigkeit. Es ist eine Art Zufluchtsort, wenn einem der Trubel der Großstadt zu viel wird: Tritt man über die Schwelle, lässt man sogleich die Hektik und den Lärm der Metropole hinter sich. In über 300 Blogs finden sich Einträge zu diesem Geschäft mit seiner einzigartigen Einrichtung. Gemütlich und relaxed, das sind wohl die richtigen Worte, um das Shopping-Erlebnis bei Nanushka zu beschreiben. Es gibt T-Shirts in Übergrößen, Leggins und süße kleine Kleider. Urbane Nomaden werden hier bestimmt fündig.

Ebenfalls ein Stop auf jeder Einkaufstour sollte das Garden Studio sein, wo Designerstücke von Dóri Tomcsányi und Kele Clothing erstanden werden können. Und bei Mode allein hört es in dieser Boutique nicht auf: Kreative aus ganz anderen Bereichen stellen hier ihre Entwürfe aus. So gibt es beispielsweise unkonventionelle Holzstühle von Nóri Vidó, alle möglichen, extrem einfallsreichen Designerstücke von Dombon-a-tanya, Rucksäcke im „Czech-Style" von YKRA, verfremdet-folkloristische Taschen von Béta Version und Holzschmuck von Janka Juhos. Last but not least soll an dieser Stelle noch ein Label mit einem wirklich schönen Namen vorgestellt werden: Je Suis Belle. Und das nicht nur, weil vor kurzem Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton mit einem Outfit dieser Marke gesehen wurde! Die zwei Köpfe, die hinter dem Label stehen, gehen das Thema Mode etwas anders an: Sie mixen gerne Fashion mit Kunst. Mal arbeiten sie gemeinsam an einer Kunstinstallation, mal drucken sie die Gemälde von Attila Szűcs auf ihre Kleider.

Wenn Sie sich von Kopf bis Fuß neu ausgestattet haben, verpassen Sie doch auch noch gleich Ihrem Zuhause ein neues Outfit: In Ungarn gibt es ganz sicher keinen Mangel an ausgefallenen Möbeln! Nehmen Sie zum Beispiel das Label Heonlab (www.heonlab.hu): Der rote Tisch im „Baroque Pixel"-Style ist auf jeden Fall ein Blickfang. Dieser barock geformte Esstisch könnte aus einer anderen Galaxie stammen, in der alles aus Legosteinen besteht. Ebenfalls einzigartig ist die Stühlekollektion des Bildhauers Gábor Miklós Szőke. Er hat sich bei ihnen von seinem Dobermann namens Dante inspirieren lassen – und das sieht man deutlich.

Wenn Sie aber auf den Stress eines Einkaufsmarathons quer durch die Stadt verzichten wollen, raten wir Ihnen, beim WAMP vorbeizuschauen. Dabei handelt es sich um einen mehr oder weniger monatlich stattfindenden Designmarkt, der eine Mischung aus all jenem bietet, was sich Ungarns Kreative in der letzten Zeit haben einfallen lassen. Pfiffigen Schmuck, raffinierte Taschen, Einzelstücke aus Recycling-Material, ungewöhnliche Plüschtiere und ausgefallene Schuhe: Das alles und noch viel mehr kann hier begutachtet, angefasst, bewundert – und natürlich gekauft und mit nach Hause genommen werden. Seit kurzem gibt es auf der Designmesse auch ein vielfältiges gastronomisches Angebot, wie etwa ganz besondere Marmeladen, Chutneys, Gewürze und Teesorten; darüber hinaus eine Auswahl an Käse und Salami. Probieren ist ausdrücklich erlaubt!