Interessant und inspirierend – ungarische Kunst

Wie könnten Menschen jemals ohne die Kunst leben...? Wir sind uns ziemlich sicher, dass auch Sie bei einem Ungarn-Besuch die hiesige Kunst nicht auslassen wollen. Deshalb haben wir ein paar Orte zusammengestellt, die Sie auf keinen Fall verpassen dürfen. Holen Sie sich Ihre Inspiration, lassen Sie sich zum Nachdenken anregen!

Besuchen Sie das Museum der Bildenden Künste am Heldenplatz, um einige der schönsten Werke der (internationalen) Kunstgeschichte zu sehen. Das Museum beherbergt über 100.000 Objekte aus dem alten Ägypten bis hin zur Moderne (www.szepmuveszeti.hu).

Die Kunsthalle hat keine eigene Kollektion, zeigt aber regelmäßig Ausstellungen zu besonderen Themen (www.mucsarnok.hu).

Wenn Sie sich speziell für ungarische Kunst interessieren, sind Sie in der Nationalgalerie richtig. Untergebracht ist sie im Burgpalast auf dem Burgberg. Zur Sammlung gehören Statuen aus dem Mittelalter und der Renaissance sowie Gemälde aus den verschiedensten Epochen – bis hin zu Werken aus der heutigen Zeit (www.mng.hu).

Einen Fokus auf die Gegenwartskunst legt das Ludwig-Museum zeitgenössischer Kunst (www.ludwigmuseum.hu). Die Dauerausstellung umfasst wertvolle Objekte US-amerikanischer Pop Art, darunter Arbeiten von Andy Warhol und Claes Oldenburg. Der Schwerpunkt liegt aber auf ungarischer Kunst aus den 60er Jahren bis in die Gegenwart. Und wenn Sie schon einmal hier sind, schauen Sie sich auch gleich das Gebäude an, in dem das Museum untergebracht ist: Es ist ebenfalls eine Art zeitgenössisches Kunstwerk!

Und was ist mit den jungen Talenten, die es noch nicht in irgendein Museum geschafft haben? Nun, um die allerneuesten Kunstwerke zu sehen, müssen Sie verschiedene Galerien besuchen. Als erste zeitgenössische Kunstgalerie von privater Hand in Zentralosteuropa hat 1989 die Knoll Galerie eröffnet (www.knollgalerie.at).

Die Erika Deák Galerie gehört zu den wichtigsten der ganzen Stadt. Die gleichnamige Gründerin hatte zehn Jahre als Galeristin in New York gearbeitet, bevor sie zurück in ihre Heimat kam, um die zeitgenössische ungarische Kunst mehr ins Rampenlicht zu rücken. Die Künstler, denen sie hier eine Bühne gibt, haben ihren Platz in den wichtigen ungarischen und internationalen Sammlungen schon fast sicher (www.deakgaleria.hu).

Die Videospace Galerie konzentriert sich ganz auf mediale und elektronische Künste, wobei letztere sehr breit interpretiert werden (www.videospace.c3.hu).

Die Dovin Galerie hingegen präsentiert zeitgenössische Maler und Bildhauer und ist Stammgast bei den Kunstmessen Arco in Madrid und Arte Lisboa in Lissabon.

Die Fotografie hat schon immer eine besonders wichtige Rolle in der ungarischen Kunst gespielt. Robert Capa, André Kertész, Martin Munkácsy oder Brassaï – klingen diese Namen vertraut? Alle Männer sind legendäre Fotografen ungarischer Abstammung. In den vergangenen Jahren waren die Arbeiten dieser wegweisenden Künstler in ungarischen Museen zu sehen, und das ungarische Publikum kann es kaum erwarten, noch mehr davon vor die Augen zu bekommen. Bis es so weit ist, interessiert es Sie vielleicht, was ungarische Fotokünstler aktuell so machen. Ihre eingefangenen Augenblicke stellt das Mai Manó Ungarische Haus der Fotografie aus. Schon das Gebäude allein ist sehenswert; das Atelierhaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts für Mai Manó erbaut, dem kaiserlich-königlichen Hoffotografen. Mit der reich verzierten Fassade des Hauses verfolgte Manó klar ideologische Ziele: Auf diesem Wege wollte er der jungen Kunst der Fotografie eine Vergangenheit, eine Geschichte erschaffen. Werfen Sie nur mal einen Blick auf die Putte – die Skulptur einer Kindergestalt – zwischen Erdgeschoss und Hochparterre. Ja, sie hält eine Kamera in ihren kleinen Händen...

Zeitgenössische Fotoausstellungen zeigen übrigens auch das Ludwig-Museum und das Ethnografische Museum, von dem aus man einen guten Blick auf das imposante Parlamentsgebäude hat (www.neprajz.hu).

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